1. April 2025

Body Shaming und die Falle der Selbstoptimierung

Auf meiner Webseite hinterfrage ich ja die Konstruktionen unserer Wirklichkeit und gleichzeitig rege ich dazu an, sich von gesellschaftlichen Zwängen zu lösen. Wir leben ja in einer Welt, die von Perfektionismus geprägt ist. Von daher scheint dieser Ansatz schwer umsetzbar, aber nicht unmöglich. Insbesondere das neuere Phänomen des Body Shaming zeigt, wie tief die gesellschaftliche Fixierung auf Optimierung und Kontrolle des eigenen Körpers verwurzelt ist. Body Shaming, also die Abwertung von Körpern aufgrund ihrer Form, Größe oder ihres Aussehens, ist kein individuelles Problem, sondern ein strukturelles, das durch die zunehmende Selbstoptimierungswelle noch verstärkt wird.

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5. März 2025

Aufstehen und dann?

Aufstehen und dann? Ja, genau dann! Was passiert dann? Da ist einer, ein Mensch, der Wecker klingelt. Der Wecker klingelt immerzu, Tag aus, Tag ein, und der Mensch steht auf. Nun steht er. Allerdings nicht im Leben. Er steht lediglich und macht und macht und macht, immerzu, immer gleich, bis es einen Knall gibt. Ein Gefühl macht sich breit. Ein Gefühl der Einsamkeit. Ein Gefühl der existenziellen Leere. Nun ist es passiert. Final. Die Kompensationen funktionieren nicht mehr. Die Masken sind gefallen. Die Schablonen, mit denen man die Welt betrachtet, sind lediglich Ballast. Nichts funktioniert mehr. Und das ist auch gut so, denn Menschen funktionieren nicht. Das haben sie noch nie getan. Maschinen funktionieren – und das hoffentlich ziemlich gut, abhängig auch vom Menschen, der sie geschaffen hat.

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25. Februar 2025

Ein Hoch auf unser Zwerchfell – Teil 2

Im letzten Artikel Ein Hoch auf unser Zwerchfell – Teil 1 haben wir erfahren, dass das Zwerchfell weit mehr ist als nur ein Atemmuskel – es ist ein echter Multitasker! Es steuert unsere Atmung, verbessert Beweglichkeit und Ausdauer und hilft, Stress abzubauen. Die Zwerchfellatmung (aka Bauchatmung) ist dabei die Königsdisziplin, die nicht nur die Lungenkapazität optimiert, sondern auch Verspannungen im Nacken und Schulterbereich löst – perfekt für Bürohelden.

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17. Februar 2025

Ein Hoch auf unser Zwerchfell – Teil 1

Wer hätte gedacht, dass ein Muskel, der wie ein Regenschirm aussieht, so viel Power hat? Das Zwerchfell, unser wichtigster Atemmuskel, sorgt nicht nur dafür, dass wir atmen und somit überleben, sondern hat auch immense Auswirkungen auf Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer und sogar unser Stresslevel. Klingt nach einem unterschätzten Helden, oder?

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9. Februar 2025

Zeit ist Geld

Die Metapher “Time is money” ist ein zentraler Bestandteil moderner westlicher Kultur und ein Beispiel für die tiefgreifenden metaphorischen Strukturen, die unser Denken, Handeln und unsere Sprache bestimmen. In “Metaphors We Live By” (1980) analysieren George Lakoff und Mark Johnson diese Metapher nicht nur als sprachliches Stilmittel, sondern als ein Konzept, das unser alltägliches Leben und unsere Weltanschauung prägt. Wenn ich von BREATHE - MOVE - BELIEVE spreche, so adressiere ich mit diesem Artikel den Bereich BELIEVE, welcher sich im Umkehrschluss wieder auf die beiden anderen Bereiche auswirkt. Versuchen wir nun mal diese Metapher aus psychologischer Perspektive und anschließend aus soziologischer Perspektive zu betrachten.

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29. Oktober 2024

In Verbindung sein

“In Verbindung sein”, davon handelt dieser Text im allgemeinen. Was bedeutet in Verbindung sein? Was ist der Fall wenn keine Verbindung vorhanden ist? Wie entsteht letztlich Verbindung? Davon handelt dieser Text im speziellen. Ich möchte diesen Text in einen Rahmen einbetten. Der Rahmen ist für mich als ein Drei-Schritt zu verstehen, aus dem Leiden über die Liebe ins Leben. Die Verbindung, worum sich also hier alles dreht, soll das Leiden über die Liebe transformieren.

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6. Oktober 2024

Die tiefe Hocke

Der Tag war angebrochen. Wochenende! Frei! Entdeckungsreise durch Seattle. Doch vorher brauchte ich einen Bus, um von Kirkland nach Capitol Hill zu kommen. Ich musste warten und spielte ein wenig mit der tiefen Hocke. Plötzlich saß ich in dieser Position an der Bushaltestelle in Freemont, Seattle. Mit den Fersen am Boden! Entspannend! Feldenkrais von Montag bis Freitag jeweils für ca. 6 Stunden, das für 3 Wochen. Leichtigkeit stellte sich ein. Die tiefe Hocke war möglich, wenn auch nicht in Übermaßen elegant. Doch daran lässt sich feilen. Wenn du schon mal in anderen Ländern warst, speziell Südamerika, Afrika und Asien, so wirst du eventuell feststellen, das sich in diesen Ländern eine Menge Leute finden lassen, welche in der tiefen Hocke verschiedenste Dinge verrichten. Bei uns in Deutschland lassen sich auch Leute finden, welche die Fähigkeit nicht verloren haben, in der tiefen Hocke zu sitzen. Ich lernte eine Menge dieser Leute in meiner Feldenkrais Ausbildung kennen. Für viele mag es nur eine Ruheposition sein, für andere ist es die Position beim Essen, Lesen, Arbeiten, Spielen etc.

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5. Oktober 2024

Langeweile als Ressource

Hallo Du, fühlst du dich verbunden, mit Dir, der Welt und dem Leben? Sei ganz ehrlich. Oder besteht da eher etwas, was man Leere nennen würde, oder vielleicht auch Langeweile? Wenn du morgens aufstehst, was passiert dann? Freust du dich auf den Tag oder kommst du nicht aus den Federn, weil es dir eventuell an Sinn fehlt, einer Tätigkeit nachzugehen? Langeweile kann einen ziemlich mitnehmen, sogar stressen und das ziemlich stark und zudem noch sehr beharrlich. Doch Langeweile kann sich auch sehr positiv auswirken. Langeweile kann auch eine Ressource sein. Vielleicht hat die unerträgliche Langeweile auch eine Funktion. Was könnte dies sein? Darauf möchte ich hier ein wenig näher eingehen.

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2. Oktober 2024

Rumination ist die Kontamination des Schlafs

In einen meiner Artikel namens “Kleines Schlaf ABC” schreibe ich über nächtliche Schlafräuber. Ich nenne es die Triade aus Stress, Schmerz und Rumination. Rumination bedeutet Grübeln, d.h. der Kopf dreht und dreht und dreht sich, über was auch immer. Und dies hält einen dann vom Einschlafen ab. Oder es führt dazu, das man aus Erschöpfung einschläft, aber wieder aufwacht, also nicht durchschläft, aufgrund des ganzen Stresses, welchen man durch das Grübeln erzeugt hat. Und nun?

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26. September 2024

Gesundes Krafttraining ist nachhaltig

Gesundheit und Stärke bedingen sich einander. Jeder Mensch bewegt sich in einem Raum von Möglichkeiten. In diesem Raum fühlt er sich gesund und stark. Doch plötzlich tritt etwas ganz unvorhergesehenes ein. Ein Unfall! Die Möglichkeiten werden eingeschränkt, und zwar drastisch. Jetzt bekommt die Gesundheit und die Stärke einen ganz anderen Geschmack. Wir müssen nicht immer gleich den Teufel an die Wand malen und mit einer Lähmung aufgrund eines Unfalls sprechen. Das alltägliche Ziehen im Rücken, die Schmerzen in manchen Gelenken, der Schmerz im Kopf. All dies stellt die letzte Instanz einer ganzen Kette von Phänomenen dar. Vorher schickt der Körper schon gewisse Warnsignale. Leider werden diese überhört, ignoriert oder gar nicht erst wahrgenommen. Wenn es schon schwierig ist, diese Warnsignale wahrzunehmen, können wir dennoch präventiv mit uns umgehen. Ich nutze das Wort “präventiv” hier als Synonym zu “nachhaltig”. Wir handeln ganz nach dem Motto “Heilen ist gut. Vorbeugen ist besser.” Nehmen wir dieses Motto und wenden es auf Krafttraining an.

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