1. April 2025

Body Shaming und die Falle der Selbstoptimierung

Auf meiner Webseite hinterfrage ich ja die Konstruktionen unserer Wirklichkeit und gleichzeitig rege ich dazu an, sich von gesellschaftlichen Zwängen zu lösen. Wir leben ja in einer Welt, die von Perfektionismus geprägt ist. Von daher scheint dieser Ansatz schwer umsetzbar, aber nicht unmöglich. Insbesondere das neuere Phänomen des Body Shaming zeigt, wie tief die gesellschaftliche Fixierung auf Optimierung und Kontrolle des eigenen Körpers verwurzelt ist. Body Shaming, also die Abwertung von Körpern aufgrund ihrer Form, Größe oder ihres Aussehens, ist kein individuelles Problem, sondern ein strukturelles, das durch die zunehmende Selbstoptimierungswelle noch verstärkt wird.

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19. März 2025

Einsamkeit muss nicht sein

In meinem Blogbeitrag Stille und Einsamkeit betone ich die Bedeutung innerer Ruhe in unserer leistungsorientierten Gesellschaft. Ich beziehe mich auf Erling Kagge, der vorschlägt, Stille im Alltag zu finden, etwa zu Hause in der Badewanne. Ich ermutige dich dazu, dich bewusst mit der eigenen Einsamkeit auseinanderzusetzen, um authentisch zu leben und nicht nur zu funktionieren. Ich verweise immer gerne auf Blaise Pascal, der feststellte, dass menschliches Unglück daraus resultiert, nicht in Ruhe allein sein zu können. Ich fordere dich auf, dich selbst zu reflektieren und innere Freiheit zu erlangen, indem du Verantwortung für dein eigenes Denken und Fühlen übernimmst. Ich warne dich aber auch vor Ablenkungen und Fluchtmechanismen, die uns davon abhalten, uns selbst zu begegnen, und sehe in der bewussten Auseinandersetzung mit der eigenen Einsamkeit einen Weg zu einem erfüllten Leben.

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18. März 2025

Aufstehen und dann? – Sonne genießen

Im Artikel "Aufstehen und dann?” thematisiere ich die alltägliche Routine des Aufstehens und hinterfrage, ob Menschen wirklich im Leben stehen oder lediglich funktionieren. Ständige Aktivität ohne echte Verbindung können zu existenzieller Leere und Einsamkeit führen und zwar dann, wenn Kompensationsmechanismen versagen und Masken fallen. Menschen sollen nicht wie Maschinen funktionieren, was das Festhalten an starren Mustern voraussetzt. Ich plädiere für die Akzeptanz von Veränderung als natürlichen Fluss des Lebens und sehe die Liebe als transformative Kraft, die hilft, vom Leiden ins Leben zu gelangen. Dynamische Stabilität bedeutet für mich, mich selbst zu akzeptieren und flexibel auf Veränderungen zu reagieren, um echte Lebendigkeit zu erfahren.

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15. März 2025

Die Brille der Macht – Perspektivenwechsel zwischen Opferrolle und Selbstermächtigung

Im Artikel Gestalterhaltung benutzte ich die Metapher der "Brille", um unterschiedliche Sichtweisen auf die Welt zu beschreiben. Diese Brille symbolisiert unsere Perspektiven, die beeinflussen, wie wir Ereignisse wahrnehmen und interpretieren. Eine negative Sichtweise kann Kraft rauben und zu Problemen wie Erschöpfung oder Depression führen. Dagegen kann eine positive und konstruktive Sichtweise als Ressource dienen und Herausforderungen in Chancen verwandeln. Nehmen wir dazu mal zwei Beispiele:

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11. März 2025

Ein Weg von Selbstaufopferung zu Selbstliebe

Derzeit lese ich wieder mal vermehrt bell hooks und bin zutiefst beeindruckt von der Art und Weise, wie Sie über die Liebe und Entwicklung spricht. Da rattert es natürlich in meinem Kopfe. Hier versuche ich mal diese Gedanken wiederzugeben. Wusstest du eigentlich warum sie ihren Namen klein schreibt? Sie wollte damit die Aufmerksamkeit weg von ihrer Person lenken zugunsten einer größeren Aufmerksamkeit auf den Inhalt ihrer Texte.

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5. März 2025

Aufstehen und dann?

Aufstehen und dann? Ja, genau dann! Was passiert dann? Da ist einer, ein Mensch, der Wecker klingelt. Der Wecker klingelt immerzu, Tag aus, Tag ein, und der Mensch steht auf. Nun steht er. Allerdings nicht im Leben. Er steht lediglich und macht und macht und macht, immerzu, immer gleich, bis es einen Knall gibt. Ein Gefühl macht sich breit. Ein Gefühl der Einsamkeit. Ein Gefühl der existenziellen Leere. Nun ist es passiert. Final. Die Kompensationen funktionieren nicht mehr. Die Masken sind gefallen. Die Schablonen, mit denen man die Welt betrachtet, sind lediglich Ballast. Nichts funktioniert mehr. Und das ist auch gut so, denn Menschen funktionieren nicht. Das haben sie noch nie getan. Maschinen funktionieren – und das hoffentlich ziemlich gut, abhängig auch vom Menschen, der sie geschaffen hat.

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4. März 2025

Angst, Autonomie, Wut und Grenzen

Angst, Autonomie, Wut und Grenzen sind zentrale Aspekte unseres Erlebens, die tief in unserer biologischen und psychologischen Struktur verankert sind. Obwohl sie auf den ersten Blick getrennte Phänomene zu sein scheinen, sind sie in Wirklichkeit eng miteinander verknüpft. Angst kann uns erstarren lassen oder zu einem tieferen Verständnis unserer eigenen Bedürfnisse führen. Autonomie gibt uns das Gefühl, unser Leben selbst zu gestalten. Wut ist eine natürliche Reaktion auf Verletzungen unserer Grenzen, und eben diese Grenzen sind essenziell für ein gesundes Miteinander. In diesem Artikel versuche ich verschiedene Perspektiven, insbesondere von Deci & Ryan, Gabor Maté, Joann Peterson sowie Stephen Porges, zusammen zu bringen und aufzuzeigen, wie diese Kräfte zusammenwirken.

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9. Februar 2025

Zeit ist Geld

Die Metapher “Time is money” ist ein zentraler Bestandteil moderner westlicher Kultur und ein Beispiel für die tiefgreifenden metaphorischen Strukturen, die unser Denken, Handeln und unsere Sprache bestimmen. In “Metaphors We Live By” (1980) analysieren George Lakoff und Mark Johnson diese Metapher nicht nur als sprachliches Stilmittel, sondern als ein Konzept, das unser alltägliches Leben und unsere Weltanschauung prägt. Wenn ich von BREATHE - MOVE - BELIEVE spreche, so adressiere ich mit diesem Artikel den Bereich BELIEVE, welcher sich im Umkehrschluss wieder auf die beiden anderen Bereiche auswirkt. Versuchen wir nun mal diese Metapher aus psychologischer Perspektive und anschließend aus soziologischer Perspektive zu betrachten.

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25. Dezember 2024

Selbstmotivierung und Vorsätze – Teil 7

Aber wie schafft man es, nicht nur Ziele zu setzen, sondern sie auch erfolgreich abzuschließen? Genau darum soll es hier gehen – um die Phase, in der Handlungen abgeschlossen werden und wie wir daraus für die Zukunft lernen können.

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24. Dezember 2024

Selbstmotivierung und Vorsätze – Teil 6

Selbstmotivierung ist eine der wichtigsten Fähigkeiten, um persönliche und berufliche Ziele erfolgreich zu erreichen. Gerade in Zeiten, in denen die Umsetzung von Vorsätzen und langfristigen Plänen durch innere und äußere Einflüsse erschwert wird, ist es essenziell, sich der Dynamiken bewusst zu sein, die unser Verhalten und unsere Entscheidungen prägen. Die dritte Phase der Zielverfolgung, die den Fokus auf äußere Einflüsse legt, bietet wertvolle Erkenntnisse darüber, wie unser Umfeld, Vorbilder und Medienkonsum unsere Motivation und Zielerreichung beeinflussen können. Im Folgenden werden drei zentrale Regeln dieser Phase diskutiert, um praktische Hinweise zu geben, wie wir die äußeren Umstände zu unserem Vorteil nutzen können.

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