8. September 2024

Macht Bewegung glücklich?

Durch Sport wird der Körper trainiert. Dadurch steigt die körperliche Leistungsfähigkeit. Das ist allgemein bekannt. Dazu gibt es unzählige Bücher, Studien und Trainings. Jetzt kann mit Sport das Stresslevel gesenkt werden, so mag man sich fragen, kann mit Sport auch das Glückslevel gesteigert werden. Petra Jansen und Sabine Hoja geben in ihrem Buch “Glücklich durch Sport?: Eine wissenschaftliche Betrachtungsweise” (2020) eine Antwort. Die Autoren befassen sich eingangs mit dem Konzept Glück und verschiedenen Ansätzen. Anschließend schauen sie sich wissenschaftliche Methoden und Neurotransmitter und Hormone an. Schließlich vergleichen sie mehrere Sportarten miteinander und gehen auch auf die Schattenseiten von Sport ein. Ich möchte mit diesem Artikel ein paar spannende Punkte dieses Buches herausgreifen.

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8. September 2024

Neugierde als Ressource

Menschen scheinen von Geburt an, bestimmte Strategien zu nutzen, um die Wirksamkeit in der Nahumwelt zu erhöhen, d.h. sie nehmen Informationen der Nahumwelt auf und verarbeiten diese, und, sie orientieren ihr Verhalten in der Nahumwelt. Neugierde hat sich dabei als äußerst wirksam gezeigt. Zusammen mit der rastlosen Erforschung, bildet Neugierde ein Zweiergespann, um immer wieder neue Gelegenheiten zu erschließen. Meine Motivation für diesen Artikel war es, eine Studie von Yerkes und Dodson, welche sich mit dem optimalen Stresslevel befasst mit den Konzepten der Neugierde und des Entdeckergeistes der Feldenkrais Methode zu verbinden.

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8. September 2024

Was sind denn Ressourcen?

Ja, das ist eine gute Frage. Was sind denn eigentlich Ressourcen? Wenn ich über diese Frage nachdenke, denke ich an Entwicklung. Entwicklung hin zu einem authentischen Leben. Ein Leben, welches mir entspricht. Ein Mensch will leben, doch irgendwie scheint es damit gar nicht so leicht zu sein. Manchmal entsteht Leiden, das kann kurz anhalten oder auch länger andauern. Wenn es jedoch nicht mehr erträglich ist, ist der Wunsch da es zu ändern. Der Mensch will leben und der Weg dahin gestaltet sich als interessant, spannend und auch herausfordernd. Für den Weg, weg vom Leiden, hin zum Leben, sind Ressourcen unabdingbar.

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16. Juli 2024

Gähn doch mal

Wenn ich zu Dir sage, jetzt gähne doch mal, was denkst du dann? Wenn du in der Öffentlichkeit bist und gähnen musst, hältst du deine Hand vor dem Mund? Mit offenen Mund zu gähnen, zählt laut laut soziokulturellen Regeln zu den Verhaltensweisen, die als unhöflich abgestempelt werden. So schreibt Provine (1986), es ist langsam an der Zeit den Glaubenssatz, Gähnen sei ein Zeichen von Langeweile, ad acta zu legen. Denn Gähnen halt viel mehr zu bieten, als wir zu denken vermögen. Gähnen steckt ja auch an. Sind sich die, die sich da dann angähnen, sympathischer? Hmm, höchstwahrscheinlich. Wir gähnen aus unterschiedlichen Gründen. Was auch immer der Grund ist. Heute soll es darum gehen, dem Gähnen eine besondere Stellung in unserem Leben einzuräumen. Vielleicht bringt dich dieser Artikel ja zum Gähnen. Falls ja, Glückwunsch, alles richtig gemacht. Falls nein, gähn doch mal.

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6. Juli 2024

Soziale Interaktionen für ein gesundes Herz

Brauchen Menschen andere Menschen um sich herum? Das ist eine gute Frage. Manche würden sagen, ja. Manche würden verneinen. Für Stephen Porges, Begründer der Polyvagal Theorie, ist menschliche Interaktion essentiell. Durch eine verbesserte Verbindung zu anderen Menschen, schaffen wir neue neuronale Verbindungen. Diese Verbindungen beruhigen das Herz, entspannen den Darm und regulieren auch die Angst.

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8. April 2024

Lärm und Möglichkeiten damit umzugehen

Hast du schon mal eine Katze beobachtet, wie sie im Garten, auf einem Wiesenstück, oder im Hinterhof eines Hauses umherschleicht, beobachtend, ganz aufmerksam? Es mögen Geräusche anwesend sein, Wind, das Läuten einer Glocke, Verkehrslärm, der Gesang von Vögeln, doch die Katze bleibt ganz aufmerksam. Du näherst dich ihr an, sie sieht dich nicht, doch plötzlich trittst du auf etwas, was ein Geräusch macht. Die Katze zuckt ganz schnell zusammen, der Blick ist zu dir gerichtet, ihre Muskulatur spannt sich an, sie ist in Hab-Acht-Stellung. Du näherst dich der Katze nicht an, sondern lässt sie in Ruhe und beobachtest sie noch eine kurze Weile. Die Katze bemerkt eventuell, das von dir keine Gefahr ausgeht und macht nun folgendes: ihr ganzer Körper vibriert, sie zittert und schüttelt sich kurz und folgt weiterhin ihrer Tätigkeit, wie auch immer die nun aussehen mag. 

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8. April 2024

Normen, Gewohnheiten und Zähneputzen

Vor längeren stieß ich auf ein interessantes Buch von Patricia S. Churchland (2013), eine kanadische Philosophin. Es brachte mich zum Nachdenken über Gewohnheiten. Sie schreibt in ihrem Buch, dass der Vorteil kultureller Normen darin liegt, Unsicherheiten zu reduzieren. Normen geben an, was jeder zu tun hat. Wir müssen es nicht erst herausfinden. Diese Normen ermöglichen uns eine gewisse Vorhersage zukünftiger Handlungen. Immer neue Situationen, bzw. Handlungen verlangen eine enorme Konzentration, was mit einer enormen Menge an Energieaufwand verbunden ist. Je größer der Grad an lebensrelevanten Neuigkeiten, desto größer die dafür aufgebrachte Energie. Da Gehirne, laut Frau Churchland, Vorhersehbarkeit lieben, lernen diese Gehirne, also wir, soziale Normen und Praktiken.

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7. April 2024

Der vertrauensvolle Gorilla

Selbstvertrauen, eine nicht unerhebliche Sache, wenn nicht sogar eine der wichtigsten Sachen im Leben. Es mag viel über Kontrolle laufen, also über den Kopf, doch der Bauch ist dabei ausgeschaltet, der Körper nicht dabei, leider. Schwieriger wird es noch, wenn einst das Urvertrauen in der frühen Kindheit nicht aufgebaut werden konnte. So tut sich dann der ein oder andere erwachsene Mensch schwer, Vertrauen in das Leben, in andere Menschen, in sich selbst, und in die Zukunft zu finden.

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